Wir feiern 10 Jahre Generationengarten

Grundschule Auf der Au und das Vinzenz von  Paul – Haus
Am 20.09.2019 feierten der Chor und die Klassensprecher der  3. und alle 4. Klassen der Grundschule Auf der Au mit dem Vinzenz von Paul – Haus 10 Jahre Generationengarten.

10 Jahre gemeinsames Miteinander von Jung und Alt nahmen nun Schule und Heim zum Anlass der Feier. Gemeinsam wurde gesungen, der Ernte gedankt, die symbolische Übergabe der Gartenarbeit der 3. Klassen an die 4. Klassen mit Hilfe der Gartenhäckchen gefeiert. Viele Festredner würdigten das einzigartige Projekt und wünschten weiterhin viel Erfolg. Ein gemeinsames Mittagessen mit den geernteten Erzeugnissen – Gemüsesuppe -  rundete eine wunderschöne Feier bei strahlendem Sonnenschein ab.

Das Projekt und seine Entwicklung

Mit Themen rund um die Natur beschäftigt sich die Grundschule. Den Schülern den Kreislauf der Natur nahe zu bringen, Fragen zum Wachstum von Pflanzen zu beantworten und den sozialen Aspekt des Miteinanders der Generationen zu beachten, dies gelingt im gemeinsamen Projekt Generationengarten.

Im Laufe der letzten 10 Jahre hat sich das  Konzept immer weiter verfeinert, sodass es sich jetzt folgendermaßen darstellt:

Im Frühjahr stellen sich einige Senioren den Kindern bei einem Besuch in der Schule vor. Zur Vorbereitung formulieren die Kinder Fragen rund um das Thema Leben im Altersheim, Alter, Freunde, Kindheit und Jugend etc. Die Grundschulkinder erhalten über die alten Menschen einen Einblick in deren Leben, in deren Kindheit und in deren jetziges Leben im Alternsheim. Ein gegenseitiges Verständnis wird hier angebahnt. Auf der anderen Seite sind die Senioren glücklich, ernst genommen zu werden, denn sie haben noch etwas zu geben.

Im Frühjahr beginnt das Gartenjahr mit einem Familiengartentag, an dem Eltern mit Kindern und Unterstützung der Heimleitung den Garten vorbereiten, umgraben, Unkraut zupfen, Steine lesen, Staudenbeete reinigen, Erdbeeren und Kräuter pflanzen.  Der Tag endet mit einem gemeinsamen Mittagessen mit Senioren und Familien.

Von April bis August arbeiten die 3. Klassen einmal wöchentlich jeweils alle 4 Wochen für 2 Stunden im Generationengarten. Die Klassenlehrerin, meist mit Unterstützung von Eltern oder Großeltern, begleitet die Kinder.

Bei gutem Wetter wird gegärtnert, geerntet und gekocht. Bei schlechtem Wetter sind die Kinder in der Einrichtung und beschäftigen sich mit den Senioren, unterhalten sich, spielen.

Nach den Sommerferien beschließen die dann 4. Klassen die Gartensaison mit der Ernte und dem Erntedankfest.

Der Generationengarten ist aus dem schulischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Voraussetzung für das Gelingen ist ein hohes Maß an Engagement auf Seiten des Altersheims und auf Seiten der Schule. Dafür gilt der Dank den Kollegen, den Eltern, dem Förderverein und vor allen Dingen der Projektleitung Frau Schmidt.

Das Projekt ist es wert, denn das Miteinander von Jung und Alt kann hier und heute erlebbar gemacht machen.